foto frank brtting

Der Zeitzeugenkoffer des Augsburger Stadtjugendrings soll Jugendliche für Zivilcourage und nichtkonformes Verhalten sensibilisieren. Hierzu beschäftigt er sich mit den lokalen Verhältnissen der Stadt Augsburg während des NS-Systems und stellt verschiedenen Herangehensweisen zur Bearbeitung zur Verfügung. Bei der Entwicklung des Koffers wurden auch Zeitzeugeninterviews geführt und somit ein Beitrag zur Dokumentation der Augsburger Geschichte geleistet. Dabei sollten „keine Helden kreiert werden, sondern wir wollten normale Menschen zeigen, die an einem Punkt nichtkonformes Verhalten gezeigt haben, " erklärt Frank Brütting, Verbandskoordinator des Stadtjugendring Augsburg, im Interview.

 

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Judith Eschenlohr hat bereits viele Projekte der politischen Bildung am Peutinger Gymnasium in Augsburg durchgefĂŒhrt. Ihr Projekt "WIR FÜR EUCH - WIR FÜR UNS", in dem SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der 9. Klasse HauptschĂŒler mit Lerndefiziten unterstĂŒtzen, lĂ€uft bereits im dritten Jahr und erhielt unter anderem 2007 den Jugendkulturenpreis der Stadt Augsburg. Wir haben mit Frau Eschenlohr ĂŒber Projekte der politischen Bildung in der Schule gesprochen.

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Gregor Hackmack (links) und Boris Hekele


„Es soll ein Dialog auf gleicher Augenhöhe stattfinden", erklĂ€rt Gregor Hackmack das Projekt abgeordnetenwatch.de. Gregor Hackmack und Boris Hekele haben gemeinsam die Projekte kandidatenwatch.de und abgeordnetenwatch.de ins Leben gerufen. Das Projekt abgeordnetenwatch.de ermöglicht es BĂŒrgern, Fragen an Abgeordnete zu stellen und direkt von diesen beantwortet zu bekommen. Zudem werden Abstimmungsverhalten, Ausschussmitgliedschaften und NebeneinkĂŒnfte der Abgeordneten dokumentiert. Mit dem Ziel, wieder mehr Vertrauen zwischen BĂŒrgern und Abgeordneten herzustellen, schaffen die beiden Angebote eine interessante Möglichkeit, auch wĂ€hrend der Wahlperioden informiert zu bleiben. Wir haben mit Gregor Hackmack gesprochen.

In der Kinderstadt lernen die Kinder selbständig zu handeln und erleben in einer natürlichen Umgebung demokratische Entscheidungsprozesse. Die Kinder werden mit den Fragen des Alltags konfrontiert und entwickeln dazu selbständige Lösungsstrategien. Zum Leben in der Kinderstadt gehören neben den Bürgerrechten auch die Bürgerpflichten, wie die Arbeit in der Kinderstadt. Die Kinderstadt-Arbeitnehmer werden an verschiedene wirtschaftlich und sozial ausgerichtete Einrichtungen vermittelt. Bei anstehenden Entscheidungen oder Problemen findet eine Bürgerversammlung statt, die den Bürgern in der Kinderstadt die Möglichkeit bietet, über verschiedene Fragen zu diskutieren und zu entscheiden. Die Regierung in der Kinderstadt liegt auch in Kinderhand. Die Bürgermeister werden von Kindern und für Kinder gewählt, was zum Lernen und Erleben einfacher demokratischer Prozesse gehört.

 

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Seit 2002 hat sich der Wahl-O-Mat zu einem beliebten Angebot der politischen Bildung beim Thema Wahlen entwickelt. Der Begriff „Wahl-O-Mat" ist inzwischen sogar in den Duden aufgenommen worden. Wir haben mit Frau Pamela Brandt, Projektleiterin bei der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung ĂŒber die Erstellung eines Wahl-O-Maten, die Ziele und Grenzen des Angebots gesprochen sowie darĂŒber, wie der Wahl-O-Mat in andere Aktionen eingebunden werden kann.

2008_pixelio_kindergarten__stephanie_hofschlaeger_150.jpgPolitische Bildung und demokratische Erziehung im Kindergarten wird im Integrativen Haus für Kinder in Halfing gelebt.

In diesem Jahr erhielt das Integrative Haus für Kinder ein Zertifikat für seine Arbeit vom Bildungswerk und der Akademie des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes. Als Grundeinstellungen stehen vor allem die Wertschätzung jedes Individuums und die Gleichstellung aller im Vordergrund. Gleichzeitig sollen individuelle Kompetenzen, Selbsttätigkeit, Eigenverantwortung und demokratische Mitwirkung gefördert werden. Neben dem Kindergarten umfasst das Integrative Haus für Kinder in Halfing zudem eine Krippe sowie einen Hort für Kinder bis 14 Jahren.Wie politische Bildung im Kindergarten aussehen kann und welche Herausforderungen es gibt, darüber haben wir mit Theresia Kuchinka, Leiterin des Integrativen Hauses für Kinder in Halfing gesprochen: „Kinder sind wesentlich politischere Wesen als man denkt."

Das Münchner Kinder- und Jugendforum hat schon einige Projekte zur Förderung gesellschaftlicher Partizipation von Kindern initiiert. Auch der Kinder-Aktions-Koffer bietet schon jungen Kindern vielseitige Möglichkeiten, sich an der Gestaltung Ihrer Stadt zu beteiligen.
Wir trafen Marion Schäfer vom Kinderforum und sprachen mit ihr über die Chancen des Projekts „Auf die Perspektive kommt es an - Münchner Kinder mischen mit. Der Kinder-Aktions-Koffer."

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit im Studiengang Pädagogik an der Universität Augsburg hat sich Sarah Brunnhuber mit Projekten zur Erhöhung der Wahlmotivation auseinandergesetzt und Qualitätskriterien für erfolgreiche Projekte entwickelt. Wir haben mit Frau Brunnhuber gesprochen.

Seit Februar 2007 hat Simone Richter die neu geschaffene Stelle gegen Rechtsextremismus inne, welche im Evangelischen Bildungszentrum Bad Alexandersbad angesiedelt ist. Das Bayerische Bündnis für Toleranz, die evangelische Landeskirche sowie die Stadt Wunsiedel verfolgen damit das Ziel, gemeinsam die Initiativen gegen Rechtsextremismus in Bayern zu vernetzen. Die Projektstelle fungiert als Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche, ebenso wie für Eltern und Lehrer. Gleichzeitig wird damit eine Plattform für Begegnungen und Fachgespräche geschaffen. Wir haben mit Frau Simone Richter über ihre Projektstelle gegen Rechtsextremismus gesprochen.

 
Dienstag, 20 November 2007 00:00

Interview mit Prof. Dr. Werner J. Patzelt

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Prof. Dr. Werner J. Patzelt ist Gründungsprofessor des Dresdner Instituts für Politikwissenschaft und hat den Lehrstuhl für Politische Systeme und Systemvergleich seit 1991 inne.
Schwerpunkte seiner Lehr- und Forschungstätigkeit sind unter anderem die vergleichende Analyse politischer Systeme, die Parlamentarismusforschung, politische Kommunikation, die vergleichende historische Analyse politischer Institutionen sowie evolutionstheoretische Modelle in der Politikwissenschaft.