Samstag, 12 Februar 2011 00:00

"Kommunizieren lernen…Anregungen zur Selbsthilfe“ von Jürgen Heckel

geschrieben von  Claudia Huth
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„Wer redet, sät - und wer zuhört, erntet" ist Jürgen Heckels Devise, die sich über seine vierzigseitige Broschüre „Kommunizieren lernen...Anregungen zur Selbsthilfe" durchzieht. Er gibt in 13 kurzen und prägnanten Kapiteln Anregungen, um die so genannte kommunikative Kompetenz einzuüben. Kommunikative Kompetenz, so Heckel, sei eine lebenslange Aufgabe; ein niemals endender Prozess der Verbesserung, Bereicherung und Vergrößerung von Fähigkeiten. Die Broschüre soll dem Leser/der Leserin helfen, bewusster auf die Entwicklung der kommunikativen Fähigkeiten zu achten und motivieren, der Entwicklung dieser Fähigkeiten systematisch Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei sieht Heckel die Einübung im Handeln, das heißt, die andauernde korrigierende Interaktion mit anderen, als das Wirksamste an.

 

 

Von den Kommunikationsmodellen bis hin zur Selbsthilfegruppe Kommunikation – die Kapitel

Im ersten Teil der Broschüre stellt Jürgen Heckel das Kommunikationsmodell „Die vier Seiten einer Nachricht, der vierohrige Empfänger“ (nach Friedemann Schulz von Thun) vor. Dabei erhält der Leser/die Leserin ein theoretisches Hintergrundwissen auf der einen Seite und Verbesserungsvorschläge auf der anderen. Weiterhin erklärt Heckel das Erklärungsmodell „Landkarte“ sowie das Werte- und Entwicklungsquadrat. Auch hier steht das Einüben im Handeln im Vordergrund, das heißt, Heckel gibt Anregungen, das jeweilige Modell praktisch umzusetzen.

Nachdem sich der Autor mit der Frage „Wie offen kann ich sein“ beschäftigt, in dem es um die selektive Authentizität geht, stellt er die sogenannte Toleranzampel vor. Die Toleranzampel ist ein wichtiger Teil des Programmes „Achtung + Toleranz“, das von Mitarbeitern des CAP (Centrum für angewandte Politikforschung) entwickelt wurde. Es soll den Benutzern/innen der Toleranzampel helfen, die eigenen Reaktionen besser einzuordnen und Konflikte friedlich auszutragen. Aus diesem Grund ist die Toleranzampel Bestandteil der Broschüre „Kommunizieren lernen…Anregungen zur Selbsthilfe“. 

Im 7. Kapitel gibt Heckel 9 Tipps zur freien Rede. Die sehr anschaulichen Anregungen sind für alle geeignet, die in welcher Weise auch immer, vor Gruppen agieren. 

In den nächsten Kapiteln beschäftgit sich der Autor mit der Vorbereitung von Reden, dem Feedback, der Moderation und der Podiumsdiskussion. Alle Anregungen sind sehr praxisbezogen und werden mit Schaubildern, die das Gesagte noch einmal zusammenfassen, hilfreich unterstützt.

"Die Lernhilfegruppe Kommunikation" heißt das 13. und letzte Kapitel. Hier beschreibt Heckel den Nutzen einer solchen Selbsthilfegruppe und gibt Anregungen zur Gründung, zu Regeln und zur Gruppenordnung einer solchen Hilfsgruppe.

Fazit

Jürgen Heckel gibt einen guten Überblick über verschiedene Kommunikationsmodelle und Tipps unter anderem zur Moderation, Podiumsdiskussionen und Vorbereitung von Referaten bzw. Reden.

Dabei erklärt er die Sachverhalte sehr einfach, ohne jedoch zu vereinfachen. Der Autor gibt alle Fakten sehr präzise und kurz dar; es wird das wichtigste erwähnt bzw. erklärt. 

Heckel selbst sagt über seine Broschüre, dass sie kein Rezeptbuch sei, sondern ein vielseitiges Angebot einander ergänzender Bausteine zwischenmenschlicher Kommunikation und dies ist ihm gelungen.
Die Broschüre ist für jeden geeignet, der vor Gruppen spricht, aber auch für jeden, der seine Kommunikation im Alltag verbessern möchte.

Links 
Die Broschüre ist kostenfrei zu beziehen als pdf- Datei.

 
Gelesen 1816 mal Letzte Änderung am Sonntag, 23 November 2014 14:14
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