Montag, 22 November 2010 00:00

Die Methodenbank des Deutschen Kinderhilfswerks

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1992 hat sich Deutschland zu den Kinderrechtskonventionen der UN bekannt. Hierzu gehört auch das Ermöglichen von Partizipation von Kindern und Jugendlichen. Aber: Auf welche Weise können Kinder beteiligt werden? Welche Methoden exisieren bereits und sind erprobt worden? Eine Übersicht zur Anwendung und Inspiration bietet die Methodendatenbank des Deutschen Kinderhilfswerks e.V.

 

Samstag, 23 Oktober 2010 00:00

Großgruppenmethoden vergleichen

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Foto: Doerthe Winter


Politische Bildung hat es immer wieder mit Gruppen zu tun, die dazu in bestimmte organisationale Zusammenhänge wie Schule, Jugendhilfe- bzw. Bildungseinrichtung eingebunden sind. Zu versuchen, über eine reine Informationsvermittlung hinaus Themen unter dem Gesichtspunkt der Eigenaktivität der Gruppenmitglieder zu bearbeiten, diese Teilnehmer zu aktivieren, ihre Ideen und Konzepte für die Zukunft zu entwickeln und zu vertreten, gehören seit jeher zu den Zielen und Ansprüchen politischer Bildner. Ebenso gehört dazu der Wunsch, die Gruppe oder Organisation selbst (als System) im Sinn politischer bzw. gesellschaftlicher Partzipation zu verändern. Politische Bildung wird diesem Verständnis nach nicht allein als kognitiver Lehrgegenstand, sondern auch als "Praxisprojekt" für die Umsetzung in den konkreten Verhältnissen einer Gruppe bzw. Organisation gesehen. Um dieses "Praxisprojekt" zu verwirklichen bieten sich verschiedene Methoden an, die speziell für größere Gruppen entwickelt wurden. Dazu gehören z.B. Die Moderationsmethode, die Zukunftswerkstatt, die Zukunftskonferenz, Open Space Technology, Appreciative Inquiry, RealTimeStrategicChange oder World Café, u.a.m. Welche Methode ist aber nun im konkreten Anwendungsfall die richtige? Oder gibt es gar keine "richtigen" Methoden? Und wenn es keine richtigen Methoden gibt, gibt es dann vielleicht auch keine "falschen"? Oftmals genießen Großgruppenmethoden ihren eigenen Nimbus und eine echte, reflektierte Orientierung über sie ist nicht leicht herzustellen. Wie ist es möglich, Großgruppenmethoden sinnvoll miteinander zu vergleichen?

Mittwoch, 22 September 2010 00:00

"Politik fĂźr Einsteiger"

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Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet Lehrkräften eine Arbeitsmappe mit 20 illustrierten Arbeitsblättern für den Unterricht an. „Durch lebensnahe Beispiele und Aufgaben, die zum Diskutieren einladen, erfahren die Jugendlichen mehr über das Wesen der Politik, wie sich politische Entscheidungen auf ihren Alltag auswirken und wie sie sich selber beteiligen können." Diesem Anspruch werden die Arbeitsblätter gerecht. Die sinnvolle, aufeinander aufbauende Struktur der Arbeitsblätter ermöglicht eine umfassende Anwendung im Unterricht. Es lassen sich jedoch ebenso gut einzelne Arbeitsblätter in den Unterricht integrieren, da sie allesamt in sich abgeschlossen sind.

Donnerstag, 16 September 2010 00:00

Mit WebQuests politisch bilden

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Peter Kirchhoff

© Peter Kirchhof / Pixelio.de

Der Umgang mit dem Internet als Informations-, Kommunikations-, und Unterhaltungsmedium ist für Kinder und Jugendliche als Zielgruppe politischer Bildung mittlerweile selbstverständlich geworden. Das Internet hat sich zum "Alltagsmedium" gemausert und entfaltet als solches auch zunehmend Einfluss auf politische Prozesse und deren öffentliche Bearbeitung.

Der Einsatz von WebQuests stellen eine geeignete Möglichkeit dar, auf der einen Seite einen spielerischen und aktivierenden Zugang zu Inhalten der politischen Bildung zu ermöglichen, gleichzeitig aber auch die für die Teilhabe an einer digitalisierten Gesellschaft nötige Medienkompetenz und Urteilsfähigkeit zu fördern. Eine "WebQuest" ist eine "abenteuerliche Spurensuche im Internet", bei der es darum geht an eine konkrete Problemstellung zu bearbeiten und Informationen, sowie (kontroverse) Argumente und Meinungen zu erschließen.

Freitag, 10 September 2010 00:00

Planspiele in der politischen Bildung

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Politische Zusammenhänge sind in der Regel kompliziert. Um beispielsweise zu verstehen, warum sich Verhandlungen zwischen den vielen EU-Staaten lange hinziehen oder wie Aushandlungsprozesse im politischen Alltag vonstatten gehen, vereinfacht das eigene Erleben ähnlicher Situationen das Verstehen.
Eine gute Möglichkeit für die politische Bildung bieten Planspiele. Diese erzeugen ein modellhaftes, vereinfachtes Szenario, das üblicherweise einen simulierten Konflikt aus der Realität abbildet.

Die Teilnehmer des Planspiels übernehmen während der Simulation vorgegebene Rollen, innerhalb dieser sie agieren.

Planspiele ermöglichen, zum Beispiel Entscheidungsprozesse, Gründe für Kooperationen oder auch Konfliktursachen nachzuvollziehen. Gleichzeitig kann das eigenen Handeln und dessen Konsequenzen in einer hierzu erschaffenen Spielsituation geprobt und getestet werden.

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(c) pixelio / hermes57

Morgens, 8:00 Uhr: Die Stunde beginnt, doch alle Schüler sind noch nicht ganz im Wachzustand angekommen...
Abends, 19:00 Uhr: Der beliebte Einheitenblock nach dem Abendessen, die Gedanken aller Seminarteilnehmer sind bereits beim wohlverdienten Feierabend, ...
Schwierige Situationen: Wie soll man die Teilnehmenden (wieder) zum Thema hinführen? Wie einen arbeitsfähigen Zustand erreichen? Was hier auf alle Fälle hilfreich ist, ist Bewegung. Ideal natürlich, wenn dabei das Sportliche gleich zum Inhaltlichen hinführt. Wie ein gewöhnliches „Warm Up"-Spiel mit Inhalten der politischen Bildung beispielsweise verknüpft werden kann, zeigt „Der Wettlauf um die erste Ort-Switch-Maschine der Welt".

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© Rolf / pixelio

Methoden spielen eine wichtige Rolle in Vermittlungsszenarios der Erwachsenen- und Jugendbildung. Jörg Knoll zufolge sind Methoden im komplexen Geflecht von Lehr-/Lernsituationen, das von institutionellen Vorgaben, bestimmten Lern- oder Kompetenzzielen, Bedürfnissen und Eigenarten der Zielgruppen, räumlichen und personellen Rahmenbedingungen bestimmt ist, der einzige Faktor, der sich im vollen Zugriff des oder der Lehrenden befindet. Sie sind damit das herausragende Stellrad im System „Bildungs, Lern- bzw. Entwicklungsprozess" und verdienen als Hauptinstrument und Werkzeug des Lehrens und Lernens daher besondere Aufmerksamkeit und Reflexion.

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Tagungen leben davon, dass Leute miteinander ins Gespräch kommen und man Projekte oder Angebote zum Thema kennenlernt, um gemeinsam neue Projekte oder Kooperationen zu vereinbaren und sich gegenseitig zu inspirieren. Genau aus diesem Grund finden auf Tagungen häufig Projektmärkte statt.

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle eine Variante des Projektmarkts vorstellen, die beim Netzwerkforum 2009 erstmals zum Einsatz kam und es allen Teilnehmern ermöglicht, von jedem Projekt einen kurzen Eindruck zu erhalten: Das „Projekte-Speed-Dating".

 
Donnerstag, 11 März 2010 00:00

Kinderrechte-Raten - ein spielerischer Einstieg

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© Stephanie Hofschlaeger / pixelio

Um einen spielerischen Zugang zum Thema Kinderrechte zu schaffen, oder auch das bereits erlernte Wissen auf lockere Weise zu verfestigen, bietet sich die Methode „Kinderrechte malen - mal dir deine Kinderrechte" an, die sich in der Methodensammlung des Deutschen Kinderhilfswerks findet. Es gilt die Herausforderung zu bewältigen durch Zeichnen oder Pantomime ein Kinderrecht so darzustellen, dass die übrigen Teilnehmenden es erraten können. Keine leichte, aber durchaus spannende Aufgabe.

Montag, 16 November 2009 00:00

Kreative Methodik in der Politischen Bildung

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kreativ

www.wir-my.info/e-jubeg.html

Auch wenn der Begriff „kreativ" aufgrund seiner „Schwäche" (Hartmut von Hentig) umstritten ist, plädiert Bernd Janssen für einen solchen Politikunterricht, der diese neben die traditionellen Formen stellt. Doch was kann man darunter verstehen und sich vorstellen? Warum ist ein Plädoyer für sie nötig und sinnvoll? Diesen Fragen widmet sich der vorliegende Text unter dem Anspruch, kreative Politische Bildung nicht nur für den schulischen Bereich etwas greifbarer zu machen.